15
Sep

Das war er also nun, mein erster Arbeitstag!
Nach zweieinhalb quälenden Monaten der Arbeitslosigkeit habe ich nun endlich wieder meinen Platz in der Gesellschaft gefunden. Ich muss zugeben, dass frühe Aufstehen ist mir alles Andere als leicht gefallen, aber daran werde ich mich sicher schnell gewöhnen. Die letzten, knapp 3 Jahre hatte ich ja das Glück mein Bett nie vor 8 Uhr morgens verlassen zu müssen. Schön, dass die meisten Kreativen wohl keine Morgenmenschen sind. Da ich jetzt aber in einer Druckerei in der Vorstufe arbeite und es dort etwas weniger kreativ zugeht, ist ein Arbeitsbeginn um 7 Uhr wohl gerechtfertigt. Das schöne daran ist, das ich so natürlich auch früher Feierabend habe und mich intensiv um das Projekt Biografie kümmern kann. Natürlich nur, wenn ich nach der Arbeit einen großen Bogen um mein gemütliches Bett mache. Sonst bleibt mein Vorhaben wohl nur ein Traum!
Nun, wie ist es mir an meinem ersten Arbeitstag ergangen?
Als Erstes muss ich sagen es war kalt! Sehr kalt! Ich finde 4.0° Celsius für Mitte September schon sehr unangenehm. Aber dank der Sitzheizung, hatte ich wenigstens auf der Fahrt einen warmen Hintern. Was mir den Start in den Tag etwas verdorben hat, war die Tatsache, dass der stadtbekannte Bäcker seine Pforten erst um 7 öffnet und ich somit ohne eigentlich eingeplanten Kaffee meinen Arbeitsplatz einnehmen musste. Aber nun gut, morgen werde ich vorbereitet sein! Meine eigentliche Arbeit gestaltete sich eher etwas trocken. Packungsbeilagen für die unterschiedlichsten Pharmaprodukte Layouten. In allen nur erdenklichen Sprachen. Eigentlich nicht so schlimm, aber ich habe die Vermutung, dass ich das die nächsten 3 Monate machen darf. Wenigstens ist es für einen guten Zweck! Stellt euch mal vor, ihr wüsstet nicht, wie ihr eure Medizin richtig einnehmen müsstet. Nicht auszudenken, welche Folgen das haben würde! Also werde ich brav meine Arbeit erledigen. Für das Gemeinwohl der Menschheit und auch ein bisschen für mein eigenes Wohl. So ein Unterfangen wie meine Biografie will ja schließlich auch finanziert werden und ich bezweifele im Moment noch, dass die Verlage mir mein Werk aus den Händen reißen werden.
Mal ganz abgesehen davon, kommt der Winter bald, wie ich heute Morgen am eigenen Leib erfahren Durfte. Da ich aus bisher noch ungeklärter Ursache in den letzten Monaten etliche Kilo zugenommen habe und mir meine Hosen nicht mehr passen, werde ich wohl auch in diesem Bereich die Ein oder Andere Investition tätigen müssen. Ihr seht also schon, ich muss auch arbeiten, um nicht zu erfrieren!
Aber in erster Linie bin ich natürlich auch über Glücklich, das ich mit den Aasgeiern vom Arbeitsamt erstmal nichts mehr zu tun habe! Die können nämlich ziemlich schnell ziemlich lästig werden! Ich rate wirklich jedem, wenn es nur irgendwie geht jeglichen Kontakt zu diesen unhöflichen, unqualifizierten und unmotivierten Zeitgenossen zu vermeiden. Die machen nämlich Alles nur noch schlimmer! Zumindest ist das meine Erfahrung.
In diesem Sinne, wünsche ich euch allen einen schönen Feierabend und Erfolg auf der ganzen Linie!

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